Allmorgendlich das gewohnte Bild beim Einlaufen… langsam fühlt man sich wie ein „alter Kreuzfahrt-Hase“… am Pier lag bereits die „Mein Schiff 2“. Dies bedeutete, dass die Stadt komplett voll war mit deutschen Touristen…
Bei uns am Pier war erstaunlicherweise recht wenig los. Kaum Taxifahrer und Tourenbusse… lag dies vielleicht am Sonntag Morgen? In anderen Häfen herrschte am Pier immer ein endloses Gedränge und Geschiebe und „Anbaggern“ der potentiellen Kunden… hier nichts davon! Also französische Gelassenheit… vive la France….
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Kurz nach Verlassen des Kreuzfahrer-Terminals begegneten wir zwei jungen Damen vom lokalen Tourismusbüro, die uns freundlich begrüßten und mit – deutschsprachigen – Stadtplänen ausstatteten. Diese stellten sich leider als unpraktisch heraus… im Plan stand zum Beispiel „Strasse der Krankenversicherung“… diese steht aber so nirgendwo auf den Strassenschildern sondern nur der französische Name („Rue de la Security Social„)…hilft nichts…etwas zuviel Kundendienst!
Die Innenstadt von Fort-de-France glich am Sonntag Morgen einer Geisterstadt in der Hunderte Deutsche herumirrten. Man sah so gut wie keine Taxen und auch der kostenlose Zubringerbus zum ca 9 Kilometer entfernten botanischen Garten („Jardin de Balata“) erwies sich als Flop. Laut Webseite verkehrt er alle 30 Minuten – nur nicht sonntags… (französisches Wort mit ‚m‘ am Anfang und ‚erde‘ am Ende)… wir haben eh schon genug botanische Gärten gesehen…
So strolchten wir mit dem deutschsprachigen Stadtplan durch die Stadt und besichtigten die Bibliothek Schoelcher, die Kathedrale Sankt Louis und weitere lokale Prachtgebäude… dann jedoch freuten wir uns auf einen Café aux laut avec croissants in einer typisch französischen Hotelbar… und – besonderes Highlight!!! – wir hatten vollen Zugang zum Internet bzw Telefon, da wir ja in der europäischen Union waren… nochmals vive la France! also war Paddeln angesagt…
Gegen Mittag war es recht warm geworden und wir beschlossen, auf das Schiff zurück zu kehren…
Auch hier ist anzumerken, dass Martinique jede Menge Sehenswürdigkeiten in Form von Plantagen, Stränden, Destillerien, Schluchten, Wasserfällen und Aussichtspunkten bietet… wer möchte kann auch hier einiges an Hintergrund-Informationen nachlesen…
Heute sind über 500 Gäste von Bord gegangen und es werden viele Neuzugänge erwartet… dann geht es weiter ins 195 Seemeilen oder 360 Kilometer weiter entfernte St. John’s auf Antigua…
Wie bereits im Status angekündigt haben wir unsere Reiseroute geringfügig geändert… anstelle noch einige Tage in der Dom-Rep zu bleiben und dann via Miami nach Los Angeles zurück zu kehren, werden wir unsere Karibikabenteuer fortsetzen und dann über den Atlantik nach Europa schippern… Ankunft in Hamburg am 30. März 2023….
Beim Auslaufen genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang über Fort-de-France…
































