Das morgendliche Einlaufen in den neuen Hafen sah nicht vielversprechend aus… dunkle Wolken hingen über Bridgetown Barbados und man konnte in der ferne Regenschauer sehen…
Nach dem Frühstück sah es aber schon anders aus… wir verliessen das Schiff vorbei an zwei anderen Kreuzfahrern in Richtung Innenstadt. Im Empfangsterminal war die Hölle los: hunderte Taxifahrer und Verkäufer buhlten um die Gunst der vielleicht 5-6 Tausend Touristen die alle an diesem Morgen von Bord gingen.
Wir hatten uns für einen 30 minütigen Fußweg zur Carlisle Bay entschieden die in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt einen tollen Strand versprach. Wir wurden nicht enttäuscht und als wir um 09:45h am Beach ankamen war dieser noch recht leer. Wir ergatterten 2 Liegen & einen Sonnenschirm in der ersten Reihe, Duschbenutzung, free WiFi inbegriffen für USD 20 und den Anspruch auf zwei Flaschen Bier für 5 USD. Great deal, oder?
Langsam füllte sich der Strand und leider verdunkelte sich der Himmel auch zwischenzeitlich immer mal wieder. Sogar einen leichten Sprühregen liessen wir unter dem Sonnenschirm über uns ergehen. Aber immerhin war es warm!
Ganz im Gegensatz zum Meerwasser. Es war erfrischend kühl… hatten wir so gar nicht erwartet. Aber schön!
Gegen 13:00h war es uns dann zu warm am Strand. Um uns herum war es schon beinahe unangenehm voll geworden und die Mit-Touristen lagen schwitzend und bereits bei den Bieren 3ff angekommen unter den Sonnenschirmen. Also ging es erst einmal das kurze Stück zurück zur Innenstadt wo in den kleinen Gassen ein buntes Händlerleben statt fand.
Auch hier ist anzumerken, dass es – abgesehen von einer Bar im ersten Stock eines Gebäudes – keine Gastronomie gab, wo man vielleicht ein kühles Gerstengetränk, Cocktail oder gar anderes Getränk unter einem Sonnenschirm sitzend geniessen konnte. Von einem Eisbecher oder Salat ganz zu schweigen. Echte Gastronomie-Wüste!!!
Auf dem Weg zurück zum Schiff fanden wir dann kurz vorm Eingang in den Hafen von Bridgetown eine kleine Bar, die überquoll von durstigen Touristen auf dem Weg zurück zum Schiff. Hier erfuhren wir dann, dass 2 Bier nicht 5 USD sondern 4 USD kosten. Also: no Great Deal at the beach!
Am zweiten Tag haben wir uns noch einmal auf den Weg gemacht nach Bridgetown um ein bisschen die historische Seite der Stadt zu erkunden. Immerhin weist die Insel eine lange Geschichte auf. 1536 wurde sie von den Spaniern entdeckt und die indianische Bevölkerung wurde zur Sklavenarbeit auf andere Insel deportiert. Um 1640 übernahmen die Engländer diese nahezu menschenleere Insel und hielten sie über 400 Jahre als Kolonie. Hauptprodukt war über Jahrhunderte das Zuckerrohr wobei auch hier die Sklavenarbeit dominierend war. Erst in den 1990er Jahren liefen die Tourismusindustrie und die Handwerkproduktion der Zuckerindustrie ihren wirtschaftlichen Rang ab. 1966 wurde Barbados unabhängig und ist jetzt Mitglied im Commonwealth of Nations.
Durch die Corona-Pandemie brach die Wirtschaft ab 2020 komplett zusammen. Von nahezu einer Million Kreuzfahrt-Touristen im Jahre 2019 ging es zurück auf fast Null. Geholfen hat es dem Inselstaat, das vor der Küste Öl gefördert wird… das Tourismusgeschäft erholt sich langsam wieder…
Nur der Vollständigkeit halber: Barbados bietet jede Menge Beaches, man kann hier Schnorcheln, Tauchen, Katamaran-Cruises mit lauter Musik über sich ergehen lassen, Bananen-, Kakao-, Kaffee- und sonstige Plantagen und Destillerien besuchen, in Tropfsteinhöhlen herumkrabbeln und auf mit Kanonen bespickte Aussichtspunkte fahren… und vieles mehr…. hatten wir aber keine Lust zu….
Heute Abend geht es weiter ins 160 Seemeilen / 290 Kilometer entfernte Fort de France auf der französischen Insel Martinique…
Nach dem Auslaufen gab es eine tolle Party auf dem Pooldeck mit einer super Live-Band… hier ein paar Fotos vom Sektbuffet…













































