Samstag, 25-Apr-2026 – Delphi & Umgebung


Bei strahlendem Sonnenschein ging es erst entlang das Golfes von Korinth und dann hinauf in die Berge, ins ca. 40 Kilometer entfernte Delphi…

Über wirklich wunderschön in die Landschaft gebaute Serpentinenstraßen ging es steil hinauf in die griechische Bergwelt… Motorrad-Land!!!! Und denen sind wir hier dann auch ausgiebig begegnet…

Nach 45 Minuten kamen wir in dem 700 Meter ü.NN gelegenen Bergort Delphi an und es wimmelte hier nur so von Polizei, gesperrten Straßen und jede Menge Menschen und Fahrzeuge…

Das Nachfragen bei einem Polizisten ergab, dass hier das alljährliche Delphi Economic Forum stattfindet (22.-25.4.2026). Quasi eine ähnliche Veranstaltung wie im Januar in Davos…

Vielleicht ist ja auch unsere Frau Reiche dabei und bekommt von den anderen Vertretern mal ein gutes Orakel genannt für die Zukunft Deutschlands… Eingebung ist dringend erwünscht!!!!

Nun denn, nach einigen Umleitungen haben wir am Straßenrand einen Parkplatz gefunden und nach weiteren 10 Minuten Fußmarsch waren wir dann auch am Ticket Office angelangt. Mit unserem Ticket durften wir heute erst einmal ins Aussengelände gehen und dann erst ins Museum.

Nach umfassender Zugangskontrolle ging es steil hinauf auf das Apollo-Heiligtum…sehr beeindruckend ist die Landschaft hier oben… wunderschön und für sich allein die Anreise wert!


Geschichtlicher Hintergrund: Delphi war in der Antike eine der bedeutendsten Städte Griechenlands. Delphi war der „Nabel der Welt“ um dessen Entstehung sich mehrere Sagen ranken. Um 1000 v Chr. Begannen die Baumaßnahmen zum Heiligtum welche bis weit in die römische Epoche (3. Jahrhundert n. Chr.) fortgeführt wurden.

Im berühmten Orakel von Delphi sagte die Pythia – eine Priesterin – den Herrschern, Kriegsführern und Pilgern der griechischen Welt die Zukunft im Namen Apollos voraus.

Das Heiligtum wurde von den umliegenden Stadtstaaten gemeinsam betrieben und finanziert. Es wurde auch ein Rat gebildet, der sich mit den zunächst religiösen Belangen des Heiligtums auseinandersetzte. Daraus entwickelt sich im Laufe der Zeit ein Rat, der sich dann auch gemeinsamen weltlichen Problemen widmete und sich dann in Richtung eines Staatenbundes entwickelte. 


Die Besichtigung des Aussenbereiches ist wegen des steilen Geländes etwas anstrengend und schweißtreibend. Nicht auszumahlen, wie anstrengend dies bei 35 Grad Sommertemperatur sein muß…

Nach der Besichtigung des Aussengeländes sind wir dann zum Museum gegangen… von dort kamen uns bereits jede Menge Besuchsgruppen entgegen, die man zunächst dorthin gesandt hatte. Und im Museum herrschte ein ziemlicher Andrang. Dies brachte uns dann dazu, das Museum in einer Art Schnelldurchgang hinter und zu bringen…

 

Auf dem Weg zurück zu unserem abseits geparkten PKW konnten wir dann das Ausmaß der Touristenbusse sehen, die sich auf den speziellen Parkplätzen versammelt hatten… Wahnsinns-Betrieb…

Unser nächstes Ziel war das im Jahre 946 n. Chr gegründete Kloster Hosios Lukas welches etwas abseits in 25 Kilometer Entfernung beim kleinen Ort Stiri. in den Bergen liegt. Seit 1990 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Hier kamen wir zur Mittagszeit an und waren erstaunt, dass die Kirche nahezu leer war. Nur in der kleinen Nebenkirche fand gerade ein Taufe nach orthodoxem Ritus statt. Interessant anzusehen!

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