Gemeinsam mit einem Ehepaar aus der Nähe von Aschaffenburg (Judith und Norbert) haben wir uns einen Wagen samt Fahrer gemietet und sind um 09:30h in den Nordosten Bali’s aufgebrochen.
Auf dem Weg in den Nordosten kamen wir an einer Vielzahl von wunderschönen Reisterrassen vorbei, auf denen die Reisernte in vollem Gang war. Diese Fotomotive durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen…
Unser erstes Tagesziel war der Taman Tirta Gangga der kleine Wasserpalast des letzten Raja von Karangasem. Der Palast wurde erst 1948 erbaut und hat glücklicherweise nicht so stark unter den bisherigen Erdbeben gelitten wie andere Gebäude der Umgebung. Mehrere Wasserbecken werden von heiligen Quellen gespeist, die sich am Fuße des Vulkanes Gunung Agung entspringen.
Im Zentrum der sehr schönen Anlage steht ein hoher pagodenartiger Brunnen. Seltsame Fabelwesen säumen als Steinstatuen die Becken, die mit dem heiligen Quellwasser gefüllt sind. Es heißt, wer darin badet, bleibt ewig jung – haben wir leider nicht ausprobiert, da wir unsere Schwimmsachen nicht dabei hatten. Vielleicht hätt’s ja ‚was gebracht…
Anschließend machten wir uns auf den Weg zu einem vielgepriesenen Restaurant namens Bali Asli, welches von der Australierin Penny gegenüber des Ganung Agung errichtet wurde. In dem Restaurant werden nur ausgesuchte frische Produkte der Umgebung in mechanischer Weise verarbeitet. Es gibt keine elektrischen Hilfsmittel in der Küche und demzufolge dauert die Herstellung der Speisen etwas länger… Slow Food halt… Der Speiseplan wird vom Angebot des lokalen Marktes diktiert und ist ergo nicht sehr üppig aber ausgesprochen lecker. Zu erwähnen sei, dass es eine kleine aber ausgefallene Auswahl von selbst hergestellten Bieren gibt, welche sehr exotisch sind, oder hat jemand schon mal Jackfruit Beer, Pineapple Beer oder Ginger Beer getrunken?
Die Wartezeit aufs Hauptgericht wurde durch kleine balinesische Knabbereien und den atemberaubenden Blick auf den Vulkan überbrückt.
Nach so viel kulinarischem Hochgenuss und einem 2 Stunden Break sollte es mit kulturellen Highlights weitergehen. Die Stadt Almapura an sich machte einen netten Eindruck, doch der Königspalast entpuppte sich als baufälliger Reinfall und so fuhren wir rasch weiter zum großen Wasserpalast Taman Ujang.
Dieser ist allerdings wirklich ein Highlight… Der Wasserpalast wurde 1919 errichtet und 1963 durch den Ausbruch des Ganung Agung größtenteils zerstört. In 2001 allerdings mit internationaler Hilfe wieder aufgebaut und 2005 der Öffentlichkeit übergeben. Die Anlage ist sehr weitläufig und wunderschön gelegen. Vom höchsten Punkt aus hat man einen wunderbaren Überblick über die Gegend und dem Indischen Ozean.
Zum Abschluss unserer Exkursion in den Nordosten ging es noch zum Bali Aga Village, einer Art Freilichtmuseum in dem ca 230 balinesische Familien leben und ihre Häuser für die Besucher öffnen. Zum Verkauf stehen handwerkliche Erzeugnisse, wobei dies überwiegend gewebte Tücher, Schals und Sarongs sind. Daneben werden auch balinesische Bücher und Bilder angeboten, die auf getrocknete Blätter der Palmen geritzt werden. Die offerierten Souvenirs stellten sich zwar als sehr schön und hochwertig heraus, allerdings war das Preisniveau nicht ganz nach unserem Geschmack und so verließen wir das Dorf ohne irgendwelchen Shopping-Gelüsten nachgegangen zu sein.
Wirklich ein gelungener Ausflug auf dem wir sehr viel Freude gehabt haben.
















































