Montag, 15-Feb-2016 – Mandalay2


Das rhythmische Klopfen der Hämmer begrüßte uns, als wir den Goldblatt-Workshop in Amarapura betraten. Mit Geduld, Kraft und besonderem Wissen werden die hauchdünnen Goldblättchen hergestellt, die zu Tausenden von den Gläubigen an die Buddha-Figuren geklebt werden. Natürlich dienen sie auch zur Vergoldung anderer Gegenstände…

Genauso rhythmisch war auch das Geräusch der Webstühle einer Seidenweberei in Amarapura. Im Kontrast dazu saßen die Stickerinnen still und höchstkonzentriert vor ihren Arbeiten – tief versunken in den schwierigen überlieferten Mustern!

Vor dem Aufmarsch der Mönche im wohl bekanntesten Kloster Myanmars – dem Mahagandayon – konnten wir noch die Küche sowie einen Teil der Werkstätten und Klosterräume besuchen. Der Betrieb im Kloster ist auf ca 1.500 Mönche ausgerichtet und wegen dieser Größe ist der Tagesablauf extrem strukturiert und es wird höchste Disziplin verlangt.

Mit einem kleinen Fährkahn ging es hinüber nach Ava um dort das sog. Maha Aung Myay Bonzan Kloster, auch „Ziegelkloster“ genannt zu besuchen. Wir hatten uns für einen Fußmarsch zum Kloster entschieden und ließen daher die vielen Pferdekutschen links liegen (was einige unverständliche Dialoge mit unserem Führer nach sich zog).

Da wir zu Fuß unterwegs waren gönnte unser Führer uns eine kleine Pause in einem ‚Kiosk’ wo wir recht herzlich begrüßt und mit vielen Leckereien (Sweet Sticky Rice, Sago Cake, Bananas, Green Tea) bewirtet worden. Yummy…

Quasi ‚um die Ecke’ besuchten wir noch Nanmyin oder auch „Neigende Turm von Inwa“ genannt. Dieser 27 Meter hohe Wachturm, das einzige Überbleibsel eines Königspalastes, ist auf Grund eines Erdbebenschadens derzeit nicht besteigbar.

Nach dem Lunch besuchten wir die im 14. Jahrhundert gegründete Stadt Sagaing mit ihren Sehenswürdigkeiten.

Im Umin Thounzeh, der sog. „30 Höhlen Pagode“ stehen 45 Buddha-Abbilder, die man über 30 Eingänge erreichen kann. Wunderschön…

Vom 1312 errichteten Kloster Soon U Ponya Shin Paya hat man einen super Blick über Sagaing, den Irrawaddy sowie die mit Pagoden übersäte Landschaft. Einfach ‚irre’ wie viele Pagoden hier stehen…

Auf unserem Weg zur nächsten Pagode besuchten wir in einem Stadtviertel Jadeschleifereien wo unter ‚interessanten’ Arbeitsbedingungen in kunstfertiger Weise die grünen Kleinodien hergestellt werden.

Die 46 Meter hohe Kuppel der Kaughmudaw Pagoda ist mal nicht aus Gold oder mit Blattgold versehen sondern ganz einfach ‚nur’ mit Goldfarbe angestrichen. Sieht aber trotzdem beeindruckend aus…

Zum Sonnenuntergang ging es zurück nach Amarapura wo die mit 1,2 Kilometer längste Teakholzbrücke der Welt – die U Bein Brücke – auf uns (und Tausende andere Besucher) wartete… Übrigens ist ein Teil der Brückenpfeiler, die immerhin aus dem 18. Jahrhundert stammen, bereits durch Beton ersetzt…

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