Am späten Vormittag liefen wir in Road Town, der Hauptstadt der British Virgin Islands = BVI auf der Insel Tortola ein…
Hier ein Auszug aus Wikipedia: „Die Britischen Jungferninseln zählen zu einer vulkanischen Inselgruppe in der Karibik und sind ein britisches Überseegebiet. Die Inselgruppe ist ein beliebtes Ziel für Segler und besteht aus 4 Haupt- und vielen kleineren Inseln (insgesamt 60, wovon 13 bewohnt und 4 in Privatbesitz sind). Insgesamt leben ca. 30.000 Menschen auf den Inseln, wobei Road Town allein ca 8.000 Einwohner hat. Charakteristisch sind die Strände mit ihren Riffen. Tortola ist die größte Insel. Hier befindet sich auch die Hauptstadt Road Town sowie der Sage-Mountain-Nationalpark mit seinem dichten Regenwald. Haupteinnahmequelle der BVI ist der Tourismus, gefolgt von Finanzdienstleistungen (mit anderen Worten: hier verstecken reiche Menschen ihr Geld).“
Wir haben uns für eine Ausflugsrundfahrt auf der Insel Tortola entschieden die wir gemeinsam mit 20 anderen Mitreisenden in einem offenen Mini-Bus antraten. Erst ging es durch Road Town vorbei am Hafen und dann steil in die Berge. Oft hatte man das Gefühl, dass unser Fahrzeug am Berg „schwächelt“… auf einer Höhenstrasse ging es rund um die Insel Tortola.
Auffallend ist, dass fast alle Häuser einen neuen, meist sehr bunten Anstrich und neue Dächer haben. Unser Führer erläuterte uns, dass am Mittwoch den 6. September 2017 der Kategorie-5-Hurrikane „IRMA“ mit Windgeschwindigkeiten von 285 km/h und seinem Sturmauge über die 3 Hauptinseln Tortola, Virgin Gorda und Jost Van Dyke hinweggezogen ist und einen Schaden von fast 4 Milliarden US-Dollar hinterlassen hat. Am stärksten betroffen war Tortola wo nahezu jedes Haus beschädigt war. Vier Menschen hatten damals ihr Leben verloren. Neben den Gebäuden war die Landschaft komplett verwüstet. Nahezu alle Bäume hatten entweder ihre Kronen oder gar ihre Borke/Rinde verloren.
Es dauerte fast 6 Monate bis flächendeckend der Strom wieder überall ankam und da die meisten Hausbesitzer unterversichert waren mussten umfangreiche staatliche Hilfen beim Wiederaufbau eingesetzt werden.
Mit diesem Hintergrundwissen konnte man an der einen oder anderen Stelle noch die Spuren von Irma sehen. Allerdings muss man mit Respekt den Wiederaufbauwillen der Bevölkerung anerkennen…
Am Abend haben wir Tortola in Richtung auf die 270 Kilometer entfernten St. Kitts- und Nevis-Inseln verlassen. Morgen werden wir in Basseterre vor Anker gehen. Dort waren wir bereits am 01-März-2023 mit der AIDAdiva gewesen. Mehr dazu siehe HIER.…

































