Die heutige Tagesetappe hatte es in sich: 480 Kilometer in Richtung Süden und Wüste über das Atlasgebirge. Daher ging es bereits um 08:00h morgens los ab dem Hotel in Fés.
Zunächst ging es in den mittleren Atlas wo die Landschaft bei ca 1.600 Höhenmetern sehr stark an Europa erinnerte. Es war grün und bewaldet mit Kastanien, Platanen und Nadelbäumen. Diese Gegend ist bei der Sommerhitze fliehenden Marokkaner sehr beliebt und daher touristisch gut erschlossen.
Im weiteren Verlauf der Fahrt kamen wir an Skigebieten vorbei, die wohl auch von europäischen Gästen besucht werden. Unsere Mitreisenden aus Süddeutschland und Österreich gaben allerdings ob der Wintersporttauglichkeit wenig ermutigende Kommentare ab. Immerhin hat der Hohe Atles Berge mit mehr als 4.000 Meter Höhe zu bieten. Vor einigen Tagen war hier der erste Schnee gefallen und man konnte entsprechende weiße ‚Hauben ‘ auf den Gipfeln entdecken.
Weiter in Richtung Wüste wurde es immer weniger grün und trockener. In dieser niederschlagsarmen Landschaft sorgt man mittels angelegter Stauseen für die Wassergrundlage der Landwirtschaft. Gemäß unserem Reiseleiter wird seitens der Regierung viel dafür getan, die vom Lande geflüchteten Bewohner wieder zurück zu holen in die ländlichen Gebiete damit die Versorgung mit landwirtschaftlichen Produkten gewährleistet wird. Man hat die abgelegenen Regionen mit neuen Straßen, Strom und Wasser erschlossen und auch viele Schulen und Krankenhäuser gebaut. Zudem müssen Bauern keine Steuern zahlen und bekommen überdies noch großzügige Starthilfen vom Staat.
Unterwegs kamen wir an sehr vielen Polizei- und auch Militärkontrollen vorbei. Die Region in der wir uns befinden grenzt an Algerien und ist eine bekannte Flüchtlingsroute. Marokko unternimmt viel (auch finanziert durch die EU) um den Migrantenstrom zu unterbinden. Daher die vielen Kontrollen. Natürlich spielt auch die Angst vor radikalen Islamisten eine Rolle da Marokko als liberales Land den in den südlicheren Ländern lebenden Fundamentalisten sicherlich ein Dorn im Auge ist.
Kurz vor unserem Ziel kamen wir an einer riesigen Oase vorbei in der 40 Millionen (!) Dattelpalmen wachsen und ein Großteil der marokkanischen Dattelernte wächst.
Nach 10 Stunden Fahrt (inklusive Pausen) kamen wir in unserem Hotel an. Da stand dann erst einmal eine ausgiebige entspannende Yoga-Einheit auf unserem Programm….











