Donnerstag, 31-Oct-2019 – In der Wüste


Zur Info:

Merzouga ist ein kleiner auf 700 m üNN gelegener Wüstenort mit 500 Einwohnern der  ca 25 Kilometer von der algerischen Grenze entfernt liegt. Traditionelles Dorfleben sucht man in Merzouga vergeblich; dagegen ist die touristische Infrastruktur gut ausgebaut: einige größere Hotels haben sogar einen Pool. Die Hotels vermitteln – in Zusammenarbeit mit örtlichen Agenturen – ein- oder mehrtägige Wüstentrips mit Kamelen oder Jeeps.


Nach der langen Anreise haben wir den heutigen Tag erst einmal ruhig im Hotel angehen lassen. Der vorgesehene Kamel-Ritt in die Wüste mit Übernachtung im Wüsten-Camp – einer der Höhepunkte der Reise – begann erst am frühen Nachmittag (15:30h) um der großen Hitze aus dem Weg zu gehen.

Gereist – oder besser gesagt geritten – wurde mit leichtem Gepäck sprich Tagesrucksack und natürlich extremsten Sonnenschutz.

Unsere Dromedare stellten sich als äußerst friedfertige Tiere heraus die in keinster Hinsicht widerspenstig oder gar bissig waren. Auch die Sättel waren recht komfortabel gepolstert so daß die einzige Schwierigkeit beim Ritt das Gleichgewicht und Schaukelgefühl waren. Natürlich war das Aufstehen und Hinlegen des Dromedares jedes Mal eine spannende Angelegenheit da man etwas ruckartig erst nach vorne und dann nach hinten geworfen wurde. Wie sich herausstellen sollte war auch das Abwärtsgehen mit den Dromedaren ein Problem da man bei all‘ dem Schaukeln leicht nach Vorne stürzen kann!

Aber diese Schwierigkeiten wurden von allen Reitern gut gemeistert. Selbst Marga – mit 81 Jahren die älteste Teilnehmerin – schaffte es ohne Probleme (Hassan hatte da ganz große Bedenken und Ängste gehabt!). Schon nach wenigen Minuten war die anfangs angespannte Stimmung der Reiter verflogen und es wurden jede Menge Fotos von der tollen Wüstenlandschaft geschossen.

Nach einer Stunde Ritt haben wir eine kleine Pause gemacht (wohl mehr für die Reiter als die Tiere). Neben unserer Kamel-Karawane waren noch Quad-, Motorrad sowie Jeep-Fahrer in diesem Teil der Sahara unterwegs. Es gab also einiges zu sehen…

Nach insgesamt 2 Stunden Ritt kamen wir im Wüsten-Camp an wo wir mit marokkanischem Minze-Tee begrüßt wurden. Die uns zugewiesenen Zelte stellten sich auch als ausreichend Komfortabel heraus.

Wir erklommen eine nahe gelegene Sanddüne und warteten dann gemeinsam auf den wunderschönen Sonnenuntergang der uns alle begeisterte…

Im Anschluß an das servierte Nachtmahl gab es dann noch Lagerfeuer-Romantik mit Trommel- und Gesangseinlagen.

 

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