Der heutige Tag war den Palästen des Dalai Lama gewidmet…
Es began mit dem Potala-Palast für den wir eine Anmeldung zwischen 10:20h und 10:40h hatten. ca 90 Minuten vorher waren wir am Eingangsbereich wo wir wieder einmal strenge Kontrollen über uns ergehen lassen mussten. Passkontrolle, Taschenkontrolle, Ticketkontrolle. Alles in allem waren wir mehr als 30 Minuten beschäftigt und schoben uns mit den anderen einheimischen und asiatischen Besuchern näher an den Eingangsbereich. Westliche Reisende waren nur vereinzelt zu sehen…
Für den Einlass in den Potala-Palast gelten strenge Regeln. Die Tickets sind unter Angabe der Passdaten über eine Webseite zu buchen. Die vorgegebene Einlasszeit ist unbedingt einzuhalten. Kommt man auch nur 5 Minuten zu spät, dann verfällt das Ticket und man kommt auf eine ‚Blacklist‘. Für die nächsten 7 Tage kann man dann kein neues Ticket bestellen…
Nach dem erfolgreichen Einlass auf das Gelände begann der Aufstieg zum eigentlichen Palast-Eingang. Lhasa liegt auf ca 3.650 Meter üNN und das Eingangstor liegt noch einmal ca 150 Meter höher. Die steilen Stufen und Wege hinauf waren schon eine gewisse Qual. Alle paar Meter musste man anhalten und „nach Luft schnappen“. Aber die Aussicht ins Tal entschädigte für diese Anstrengung.
Hier etwas historischer Hintergrund zum Potala-Palast (ex Wikipedia):
„…Mitten in der Stadt auf dem 130 m hohen Marpori liegt der Potala, das größte Gebäude der Stadt, einst Zentrum der geistlichen und weltlichen Macht Tibets. Winterpalast des Dalai Lama nennt man ihn auch. Ein erster Bau auf dem Hügel der Macht stammt aus dem 7. Jahrhundert. Unter dem 5. Dalai Lama wurde der inzwischen zerstörte Festungsbau ab 1645 grundlegend erweitert und erneuert. Von dieser Zeit an war der Potala der Sitz des Dalai Lama, und er blieb es bis 1959, als der Dalai Lama ins Exil ging. Die Wirren der friedlichen Befreiung und der Kulturrevolution gingen am Potala weitgehend schadlos vorüber. Seit 1961 zählt der Potala zu den Denkmälern der Volksrepublik China, 1994 kam er zusammen mit dem Jokhang-Tempel und dem Sommerpalast Norbulingka zum Weltkulturerbe der UNESCO…
Der Palast hat eine Grundfläche von rund 350 auf 300 Meter, angeblich sind in seinem Inneren 999 Räume. Insgesamt ist er 13 Stockwerke hoch, die Grundmauern sollen 5 m stark und teils mit Kupfer verstärkt sein. Nur die oberen 5 Stockwerke dienten Wohn- bzw. Repräsentationszwecken, in den unteren Stockwerken waren Lagerräume für Getreide und Yak-Butter.
Der Öffentlichkeit zugänglich ist der Weiße Palast (aus dem 17. Jahrhundert), hier war ein Teil der Regierung Tibets untergebracht, hier waren die Audienzhalle und Räume für Regierungsbeamte. Der Rote Palast (aus dem 7. Jahrhundert) umfasst den religiösen Teil des Potala. In ihm waren auch die Privaträume des letzten Dalai Lama, auch befinden sich hier Stupas seiner Vorgänger. Besonders prächtig die Stupa des 5. Dalai Lama, sie ist reich mit Gold verziert und erstreckt sich über 3 Stockwerke…“
Im Inneren des Palastes wird man „erschlagen“ von Stupas (die die menschlichen Überreste der früheren Dalai Lamas beinhalten), Krönungssälen, Tausenden Buddhafiguren, Wandteppichen, Gebetsfahnen und viel Gold und Edelsteinen… Darf man alles NICHT fotografieren… es laufen sehr viele Polizisten in Zivil herum, die auf die Einhaltung des Fotografierverbotes achten…
Beim Passieren des Haupteinganges muß der Reiseführer seine Gruppe elektronisch ‚einloggen‘. Dann hat er eine Stunde zeit um die Gruppe schnell und zügig durch das Ausstellungslabyrinth zu geleiten. Zwischendurch immer wieder angehalten von Zivilbeamten die zu schnellerem Passieren auffordern. Wenn der Reiseführer seine Gruppe nach 60 Minuten nicht ‚ausloggt‘, darf er für eine Woche keine Touren mehr durch den Palast führen…. also ein ganz schöner Druck auf den Reiseleiter und die Besucher… Stress… rasch… rasch! Es geht innerhalb des Palastes dabei durchaus über sehr alte und steile Stiegen und Treppen die man durchaus vorsichtig besteigen/begehen muss. Also gar nicht „Rollstuhl geeignet“….
Wir hatten es rechtzeitig innerhalb der vorgegebenen 60 Minuten geschafft und waren alle froh nach so viel „Kultur“ wieder frische Luft zu atmen. Es ging dann erst einmal auf den Vorplatz des Palastes auf der anderen Strassenseite. Dort hatten wir auch bereits Abends gestanden und uns den erleuchteten Palast angesehen…
Gruppenfotos haben wir natürlich auch noch gemacht vor dem Potala-Palast…
Zudem musste Angie den einzigen in Tibet hinterlegten „Cache“ suchen und finden. Es handelte sich um einen sog elektronischen Cache der mit der Höhenangabe Lhasa’s verbunden war. Sie war richtig happy als sie die Meldung aufgeben konnte…
Nach einem Lunch Break ging es weiter zum sog. Sommerpalast des Dalai Lama der etwas ausserhalb des Zentrums liegt. Der auch Norbulingka genannte Palast mit seinem Garten diente dem Dalai Lama vom 18. Jahrhundert bis zu seinem Exil 1959 zwischen dem vierten und neunten Monat des tibetischen Kalenders als Sommerresidenz.
Im Sommerpalast herrscht weit weniger Betrieb als im Winterpalast (Potala-Palast) und man kann in aller Ruhe durch die Räume schlendern…
Im Anschluß an die Besuche der beiden Paläste waren wir etwas „erschlagen“ und benötigten eine Auszeit zum Shoppen….





































