Nach einer sehr kalten Nacht in Jilongzhen gab es in einem nahegelegenen Restaurant ein nicht gerade üppiges Frühstück. Auch hier war die Raumtemperatur nicht über 13 Grad und so wurde mit Jacke und Mütze gefrühstückt.
Immerhin haben wir einen sehr schönen Sonnenaufgang erlebt der sich in den hohen Bergen spiegelte und einen Vorgeschmack auf die 7.000er und 8.000er gab…
Unser heutiges Tagesziel lautet SHEGAR und ist die letzte Möglichkeit einer Hotelübernachtung vor dem Mount Everest Base Camp. Unterwegs sollte es beeindruckende Bergpanoramen geben und ein Fotostop an einem der schönsten Bergseen des Himalayas (Lake Paiku)….
Der Zustand der Strasse war bedeutend besser als auf der nepalesischen Seite. Verkehr gab es so gut wie gar nicht da dieser Teil Tibets recht dünn besiedelt ist und wegen der Nähe zu Nepal auch unter besonderer militärischer Kontrolle steht. Allerdings ist hier alles auf Wachstum angelegt… die Verwaltungsgebäude, Landstrassen, Tankstellen etc.
Die leere Strasse wand sich immer weiter hinauf und schon bald erreichten wir unsere erste über 5.000 Meter liegende Paßhöhe: 5.236 Meter üNN. Lediglich vereinzelte schwer beladenen LKW mit freundlich winkenden Fahrern quälten sich hier entlang… Die Tibeter an den Verkaufsständen in dieser eisigen Höhe freuten sich jedoch auf ein Geschäft mit uns…
Der weitere Verlauf der Strecke führte uns immer näher heran an den Mount Everest, der bei den Tibetern Qomolangma heißt… am auf 4.590 Meter hoch gelegenen Bergsee Paiku-Lake began das Qomolangma National Nature Reserve welches die gesamte chinesische Seite des Mount Everest umfasst.
In einem kleinen Ort Tingri machten wir eine Mittagspause in einem typischen tibetanischen Rasthaus… sehr spannend… die Einheimischen waren sehr freundlich und neugierig und mit Händen und Füßen konnten wir uns verständigen…
Bei den vor dem Gasthaus geparkten Zwei- bzw. Dreirädern handelte es sich ausschließlich um Elektrofahrzeuge…
Kurz hinter Tingri fuhren wir an einem nagelneuen Flughafen vorbei, der wohl den hier aufkommenden Mt-Everest-Tourismus abwickeln soll…
Nach vielen Stunden Fahrt waren wir dann endlich am Ziel und konnten uns bei einem Lhasa-Bier entspannen. Immerhin war das Hotel besser als das in Jilongzhen. Es gab etwas wärmere Räume und warmes Wasser…































