Sonntag, 03-Mai-2015 – Yogyakarta


Zuerst ging es auf den Zentralmarkt, wo wir die einheimische Bevölkerung bei ihren Einkäufen zusehen konnten. Überall bekamen bereitwillig Auskunft und wurden freundlich begrüßt (bis hin zu einem nicht ganz perfekt betonten „ich liebe dich“).

Als Ruhrgebietler muss man ja etwas neidisch zugeben: immer wenn man sich als Deutscher zu erkennen gibt bekommt man als Antwort „.. ach ja, Bayern Münisch…“. Zur westdeutschen Ehrenrettung muss aber auch gesagt werden daß sowohl ‚BVB Dortmund’ und auch ‚Schalke’ bekannt sind, von ersterer Mannschaft man aber mehr Trikots im Straßenverkehr und bei den Händlern findet.

Danach wurde es hochherrschaftlich und wir besuchten den Palast des Sultans von Yogyakarta (der in einem Teil des Palastes auch noch lebt) aus dem 18. Jahrhundert. Neben der Besichtigung der Räumlichkeiten konnte man auch lokalen Tanz- und Musikdarbietungen beiwohnen. Wirklich schön, den anmutigen langsamen Tanzbewegungen zuzuschauen…

Natürlich durfte auch ein Besuch des Haremspalastes nicht fehlen. Unterwegs hatten wir – wie bereits gewohnt – auch wieder eine Vielzahl von Fotowünschen zu erfüllen…

Am Nachmittag fuhren wir in Richtung Solo und besuchten das UNESCO-Weltkulturerbe Prambanan welches Mitte des 9. Jahrhunderts hier fertiggestellt wurde. Im 16. Jahrhundert wurde die Tempelanlage die aus bis zu 200 Tempeln bestanden haben soll zum ersten Male durch ein Erdbeben zerstört und ab Anfang des 20. Jahrhunderts restauriert. 1991 wurde die Anlage zum Weltkulturerbe erklärt. Die Tempelanlage besteht heute aus (noch) 8 Haupttempeln sowie einer größeren Zahl sog Candis. Der zentrale Haupttempel ist Shiva geweiht und 47 m hoch.

Im Jahre 2006 wurde die Tempelanlage ein weiteres Mal durch ein Erdbeben erheblich zerstört. Dadurch sind neben den acht Haupttempeln derzeit nur 3 Candis wieder aufgebaut und seit Ende letzten Jahres wieder zugänglich.

Es ist wirklich beeindruckend durch die bis zu 47 m hohen Gratnas zu flanieren und die wunderschönen Reliefs und Skulpturen zu bewundern. In den 8 Tempeln sind innenliegend Altarräume eingebaut zu denen man ‚schweißtreibend’ hinaufsteigen muss. Darin sind die Statuen der 3 großen Hindu-Gottheiten Shiva, Brahma und Vishnu sowie deren Reittieren und weiterer kleinerer Gottheiten aufgestellt.

Zum Abschluss des Tages ging es zum nicht weit entfernten Kraton Ratu Boko bei dem es sich um eine weitläufige auf einem Hügel liegende ehemalige Palastanlage handelt. Leider sind nur einige Mauerreste sowie die Steinplateaus der ehemaligen Holzpaläste noch erhalten. Von oben aus hat man eine tolle Aussicht auf die Prambanan-Ebene mit dem Merapi-Vulkan im Hintergrund. Aus dem angekündigten schönen Sonnenuntergang wurde leider nichts, da uns der Wettergott nicht hold war und die Wolken schwer über dem Tal hingen…

Statt des Schauspiels des „wunderschönen“ Sonnenunterganges machten wir einen Bummel auf der Jalan Malioboro (einer sehr belebten Haupteinkaufsstraße) von Yogyakarta und schauten und die Geschäfte, Händler und Mails an…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert