Hawke’s Bay ist eine der größten und bekanntesten Weinanbauregionen Neuseelands. Der oben hinterlegte Link erläutert (allerdings nur in englischer Sprache) etwas über die Region.
Von Napier aus werden unterschiedlichste Touren in die region und die ‚Wienerin‘ angeboten. Wir haben uns für die ‚aktive‘ Art entschieden = Radtour durch die Weinfelder.
Also früh morgens ca 20 km raus aus der Stadt ins flache Umland und zum Fahrradverleih, der uns mit Bikes, Helmen (sind Pflicht hier und Nichtbefolgung kostet NZD 80.00 Strafe) und Kartenmaterial sowie guten Radschlägen versieht.
Der Rundkurs ist so ca 25km lang und weißt 7 ‚Estates‘ aus. Also rechnerisch alle 3-4 km etwas zum Probieren… na, wer da dann noch gerade im Sattel bleibt!
Nach kurzer Abstimmung einigen wir uns auf zwei, maximal drei Stationen und machen uns über eine rustikale ‚Gravel Road‘ auf den Weg. Bitte vergesst asphaltierte Radwege durch deutsche Weinberge welche ggf mit Europa-Subventionen angelegt worden sind und deutschen Winzern und Rad-Touristen unbeschwerte Fahrten zu und zwischen den Reben erlauben! Hier geht es noch rustikal auf Schotter und manchmal auch sehr staubig zur Sache.
Das Wetter ist komplett bewölkt und ’nur‘ 23 Grad sowie ein leichter kühler Wind. Zwischendurch auch immer mal ein Tröpfchen Regen im Wind aber nichts, was uns abhalten könnte (die Regenjacken haben wir eh im PKW vergessen).
Nach kurzer Zeit (nanu, schon ein Drittel der Strecke um?) kommen wir zum ersten Haltepunkt. Abbey Cellars, dessen Aushängeschild eigentlich Rotweine sind. Offensichtlich sind wir die ersten Tagesgäste (Öffnung erst gerade um 11:00h erfolgt) und der Herr hinter dem Probiertresen ist noch nicht in Form. Zumindest muss man ihm alle Informationen zum Wein des Hauses ‚aus der Nase‘ ziehen. Nach zwei/drei Proben entscheiden wir uns für je ein Gläschen Riesling, der hier zwar lecker aber doch so ganz anders schmeckt als bei uns daheim. Leider gibt es keine Kleinigkeiten (Brot, Tapas oder ähnliches) und so müssen wir mit Wein & Wasser vorlieb nehmen.
Nach einer schönen langen Pause ging es weiter und wir sind dann fast die gesamte verbleibende Rundstrecke durchgeradelt und haben quasi an dem letzten ‚Estate‚ vor dem Radverleiher wieder angehalten und eine ausgiebige Lunch Pause eingelegt. Obwohl wir keine Reservierung hatten (wir wären nie auf die Idee gekommen, dass man so eine bräuchte…) haben wir doch noch einen Tisch bekommen (das Restaurant war groß und kurz nach unserem Eintreffen quasi voll). Die Speisen auf der Karte klangen interessant und teilweise exotisch und hatten keine kleinen Preisschilder…. Yuppie-Style mit gestärkten Stoff-Servietten halt… Aber der Sauvignon Blanc war exzellent!
Gut gestärkt und ‚lightly oiled‘ sind wir dann zum Radverleiher zurückgekommen und haben dann den Rest des Tages etwas verbummelt….

