Nach zwei weiteren Tagen auf dem Atlantik erreichten wir heute Morgen das europäische Festland und legten in A Coruna (auf spanisch auch La Coruna genannt) an. Kurz nach dem Auslaufen aus Praia da Vitória hatte uns am Abend des 22-Mar-2023 ein Sturm mit Windböen der Stärke 8 und einer Dünung von 5-6 Metern ordentlich durchgeschüttelt. Dabei waren in den Bordrestaurants etliche Gläser, Flaschen und einiges an Geschirr zu Bruch gegangen und die darauf folgende Nacht war alles andere als angenehm gewesen.
Nun wartete gemäß Seewetteramt in der Biskaya ein Orkan mit Windstärke 11+ und einer Dünung von mehr als 10 Metern auf uns. Aus Sicherheitsgründen entschied der Kapitän, dass wir über Nacht im Hafen von A Coruna bleiben und erst am Sonntag Nachmittag (26-Mar-2023) nach dem Abebben des Orkans weiterfahren werden. Dadurch würde allerdings der Aufenthalt in Le Havre mit seinen Ausflügen nach Paris, Rouen und Honfleur etc entfallen und das Schiff direkt nach Dover fahren.
Wir hatten uns bereits vor der Abfahrt von den Azoren für einen Besuch der Pilgerstadt Santiago de Compostela entschieden und eine Zugfahrt mit der spanischen Eisenbahn Renfe von A Coruna nach dort hin gebucht. Der ausgedehnte Aufenthalt in A Coruna bot uns nun die Gelegenheit, auch die Altstadt ausgiebig am Sonntag des 26-Mar-2023 zu besuchen…
Die Zugfahrt nach Santiago verlief sehr angenehm und nach 38 Minuten Zugfahrt waren wir um 10:10h bereits am Ziel. Zu der Zugfahrt hatte sich spontan ein Ehepaar aus Duisburg (Roland & Petra) gesellt und so entdeckten wir die schöne Altstadt und die Kathedrale von Santiago de Compostela gemeinsam.
In Santiago war es allerdings um einige Grad kälter als in A Coruna (nur noch 11 Grad) und es wehte ein sehr stürmischer Wind (wohl ein Vorbote des angekündigten Orkans). Natürlich wimmelte es nach kurzer Zeit in der Altstadt von weiteren AIDA-Gästen und auch viele Pilger in entsprechender Wandermontour trafen im Laufe des Vormittages in der Stadt ein. Insbesondere, um am Pilgergottesdienst um 12:00h in der Kathedrale teilzunehmen.
Hier ein kurzer Auszug aus Google über Santiago de Compostela: „Santiago de Compostela ist die Hauptstadt der nordwestspanischen Region Galicien. Bekannt ist die Stadt vor allem als Endpunkt des Jakobswegs (Camino de Santiago) und als vermeintlicher Begräbnisort des biblischen Apostels Jakobus, dessen sterbliche Überreste in der 1211 eingeweihten Catedral de Santiago de Compostela (Krypta) aufbewahrt sein sollen. Die Kathedrale liegt innerhalb der mittelalterlichen Mauern der Altstadt, ihre mit kunstvollen Schnitzereien verzierten Steinfassaden grenzen an herrschaftliche Plätze.“
Die Altstadt von Santiago bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten in den Cafés und Restaurants seine Zeit zu verbringen und spanischen Lebensstil zu genießen. Leider war das Wetter hierzu nicht sehr einladend und auch die Zeit zu kurz bemessen. Wir sollten hier unbedingt noch einmal vorbeischauen und mehr Zeit verbringen…
Übrigens hat uns die hügelige und waldreiche Landschaft Galiziens, die wir bei der Zugfahrt etwas genießen konnten sehr gut gefallen. Wäre ein reizvolles Urlaubsziel…
Die Rückfahrt mit der modernen Eisenbahn verlief angenehm und ohne Probleme. In A Coruna war es auch einige Grad wärmer als in Santiago, was wir als sehr angenehm empfanden…

































