Nach einem äußerst herzlichen Abschied von Judy & Kerry sowie Chris aus Kopenhagen machten wir uns im dichten Nebel über die Banks Peninsula auf den Weg nach Lyttelton.
Wieso Lyttelton? Was gibt es dort zu sehen?
Also zunächst einmal: zu sehen gibt es dort eigentlich gar nicht sehr viel. Es ist eine typische Hafenstadt, über die Christchurch versorgt wird.
Anne hatte in Punakaiki von unserem B&B-Host Jo ein Buch „Was scheren mich die Schafe – Unter Neuseeländern – Eine Verwandlung“ der deutschen Autorin Anke Richter erstanden (mit Widmung sogar!). www.kiwi-verlag.de Dieses Buch beschreibt mit deutschen Augen die Besonderheiten der Neuseeländer und ist witzig geschrieben. Da der Ort an der Strecke lag, wollte Anne sich mal ein Bild von der Umgebung machen in der Anke Richter lebt…
An unserem Tagesziel Kaikoura angekommen haben wir uns sofort um eine verfügbare Whale Watching Tour gekümmert, da die Wettervorhersage für heute besser war als für den morgigen Tag. Über die Warteliste und zwei Anläufe haben wir dann noch freie Plätze für die 15:00h Tour bekommen. Leider stand über dem Ticket Counter für 15:00h Abfahrt eine Information, die uns nicht so ganz glücklich machte: „Light sea – potential of sea sickness“. Bei allen anderen Touren davor hatte immer gestanden „Perfect Weather Conditions“.
Nun denn: wir haben uns im ‚Gift Shop’ eine ‚herbal drug’ zum Preise von je 3 NZD gekauft und eingeworfen und den Nachmittag – dies sei hier schon gesagt – sehr gut überstanden.
Mit dem Katamaran (18 m lang) waren wir gute 45 Minuten unterwegs, bis wir in das potentielle Gebiet der Wale kamen. Nach einigen vergeblichen Lauschversuchen mit einem Sonar wobei keinerlei typischen Klickgeräusche geortet wurden konnte dann endlich das Blasen eines Wales gesichtet werden. Ruckzuck manövrierte der Kapitän das Schiff so nah wie erlaubt und möglich an das Tier heran und alle Mann waren an Deck um Fotos zu schießen bzw zu filmen.
Es war ein Pottwal von annähernd gleicher Länge wie unser Boot und – so erläuterte eine Dame der Crew – ein Wal bleibt bis zu 8 Minuten über Wasser, bevor er wieder in die Tiefen abtaucht und Jagd auf die hier verstärkt vorkommenden Riesen-Tintenfische macht. Nun hieß es warten, denn der beeindruckendste Moment ist der, wenn der Wal abtaucht und die Schwanzflosse sichtbar wird.
Und richtig, nach einigen Minuten – es hatte sich noch ein weiteres Beobachtungsboot zu uns gesellt – hatte der Wal wohl die Nase voll von uns neugierigen Beobachtern und er verschwand wieder in den Tiefen des Kaikoura-Grabens zu einer neuen Mahlzeit. Wie gewünscht konnten wir die wunderbare Fluke beim Abtauchen bewundern… ein Super-Anblick….
Dies war der gewünschte weitere Höhepunkt unserer Reise und wir können diese Möglichkeit zum Whale Watching ab Kaikoura nur empfehlen…

















