Montag, 15-May-2023 – Ulm


Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg entlang der sehr schnell dahin fließenden Donau in die Altstadt von Ulm. Ein solcher Morgenspaziergang entlang eines Flusses ist schon ein richtiger Genuß!

Erstes Ziel war das Fischer- und Gerberviertel. Dieser Stadtteil ist durchzogen vom Flüsschen Blau der von den Gerbern für die Ausübung ihres Handwerkes genutzt wurde. Entlang der Blau sind viele alte aus dem 17. Jahrhundert stammende Häuser erhalten in denen sich oft die lokale Gastronomie angesiedelt hat. 


Hier nun als Auszug aus Wikipedia etwas Hintergrund zur Stadt ULM die über eine lange und abwechslungsreiche Geschichte verfügt: Ulm ist eine Großstadt mit 126.949 Einwohnern in Baden-Württemberg. Die Universitätsstadt liegt an der Donau am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb an der Grenze zu Bayern. Ulm ist nach dem Landesentwicklungsplan Baden-Württemberg eines von insgesamt 14 Oberzentren des Landes und bildet mit Neu-Ulm eines der länderübergreifenden Doppelzentren Deutschlands mit rund 190.000 Einwohnern. 

Die Stadt ist bekannt für ihr gotisches Münster, dessen Kirchturm mit 161,53 Metern der höchste der Welt ist. Weiterhin bemerkenswert ist die lange bürgerliche Tradition Ulms mit der ältesten Verfassung einer deutschen Stadt und einem Stadttheater, dessen Anfänge bis ins Jahr 1641 zurückreichen. In der Vergangenheit war Ulm Ausgangspunkt der Auswanderung der Donauschwaben, die mit sogenannten Ulmer Schachteln in ihre neuen Heimatländer im Südosten Europas (z.B. Ungarn) fuhren.

Ulm, erstmals am 22. Juli 854 urkundlich genannt, war Königspfalz und Freie Reichsstadt, ab 1802 bayerisch, seit 1810 württembergisch, nach 1945 württemberg-badisch und seit 1952 baden-württembergisch. Seit 1810 ist Ulm getrennt von seinem ehemaligen Gebiet rechts der Donau, das bei Bayern blieb und auf dem sich die Stadt Neu-Ulm entwickelte.

Berühmte Persönlichkeiten sind beispielsweise der in Ulm geborene Albert Einstein (1879–1955), die Widerstandskämpfer Hans (1918–1943) und Sophie Scholl (1921–1943), die ab 1932 in Ulm aufwuchsen, sowie die Schauspielerin Hildegard Knef (1925–2002), die in Ulm geboren wurde, und der deutsche Gestalter und Grafikdesigner Otl Aicher (1922–1991), der in Ulm geboren wurde und aufwuchs.

Eine weitere bekannte Größe ist Albrecht Ludwig Berblinger, ein Schneider aus Ulm im 19. Jahrhundert, der als der berühmte „Schneider von Ulm“ in die Geschichte einging. Denn Albrecht Ludwig Berblinger (1770-1829) war nicht nur ein talentierter Schneider, sondern auch begeisterter Erfinder.

So baute er im 19. Jahrhundert eine Maschine, mit der er sich den Traum vom Fliegen verwirklichen wollte. Berblinger unternahm mit seinem selbst gebauten Flugapparat am 31. Mai 1811 vor den Augen des Königs Friedrich von Württemberg einen spektakulären Flugversuch von der Adlerbastei in Ulm. Der Versuch missglückte jedoch und Berblinger ging unsanft in der Donau baden.

Für seine Zeitgenossen war Albrecht Ludwig Berblinger fortan eine Witzfigur – ein Mann, der nicht glauben will, dass der Mensch eben nicht fliegen kann. Auch die Medien seinerzeit verspotteten den „Schneider von Ulm“ für seinen missglückten Flugversuch. Deutschlandweit wurde Berblinger lächerlich gemacht und sprichwörtlich als „Schneider von Ulm“ zu einem Begriff für Leute, die den Mund zu voll nehmen und scheitern.


Im Anschluß an das Fischer und Gerberviertel sind wir durch die weiteren Altstadtviertel „gezogen“ und haben viele große und kleine Geschäfte besucht. Der Tag verging wie im Fluge…  eine sehr schöne und interessante Stadt, die sicherlich noch einmal von uns besucht werden wird… 

 

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