Mittwoch, 03-Feb-2016 – Doubtful Sound


„It will be a lovely day…“ begrüßte uns Lindsay unser Host heute Morgen…  In Anbetracht der vielen Wolken und der Morgenfrische waren wir etwas skeptisch, aber Lindsay sollte Recht behalten…

Wir hatten im vergangenen Jahr schon einmal den Fiordland Nationalpark besucht und eine Overnight Cruise auf dem Milford Sound gemacht. Heuer wollten wir den zweitgrößten Sound besuchen, der dreimal so groß ist wie der Milford Sound.

Kurz nach Sieben Uhr wurden wir am B&B abgeholt und gemeinsam mit etlichen deutschen und österreichischen Mitreisenden fuhren wir ins 20 km entfernte Manapouri dessen Pier man den sinnigen Namen „Pearl Harbour“ gegeben hatte. Das moderne Ausflugsboot brachte uns mit 24 Knoten über den Lake Manapouri zur 40 km entfernten Anlegestelle.

2016-02-03 1 Doubtful Sound Lake Manapouri - 5

Hier existiert eine Powerstation die man für eine Aluminiumhütte in den Berg gebaut hatte. Leider konnte dieses sich 176 Meter unter der Erde befindliche Wasserkraftwerk wegen Wartungsarbeiten nicht besucht werden. Somit stiegen wir sofort wieder in einen Bus und fuhren über den 671 Meter hohen Wilmot Pass zum Bootsanleger Deep Cove von wo aus die Fahrt auf dem Doubtful Sound begann.

Diese Anlegestelle ist ca 40 km vom offenen Meer (der Tasman Sea) entfernt und die Fahrt dorthin war gekennzeichnet durch spektakuläre Aussichten auf die äußerst bewaldeten Berge und vielen Wasserfällen.

Da das Wetter zwischenzeitlich sehr gut geworden war und auch das Meer gemäß unseres Kapitäns „extremely calm“ war fuhren wir ein Stück hinaus in die Tasman Sea. Von dort aus hatten wir den gleichen Blick auf den Sound wie ihn 1770 James Cook hatte. Cook fuhr allerdings nicht in den Sound hinein sondern machte in der gezeichneten Küstenkarte die Anmerkung ‚Doubtful Harbour’. Er befürchtete, dass man aufgrund der meist herrschenden Westwinde nicht wieder aus dem Sound heraussegeln könnte. Daher der Name….

Auf der Fahrt konnten wir viele Seevögel (insbesondere Albatrosse) beobachten, Seelöwen sowie eine größere Familie an Bottlenose Delphinen, die eine Weile neben dem Schiff her schwammen.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es die gleiche Strecke wieder zurück und am frühen Nachmittag waren wir wieder am B&B. Lindsay hatte Recht gehabt: it was a lovely day!