Für heute haben wir uns ‚tramping‘ vorgenommen….
Bitte nicht falsch verstehen: wir möchten nicht ‚mit dem Daumen hoch‘ reisen (wir haben einen schönen bequemen Mietwagen zur Verfügung) sondern schlicht und einfach wandern…. Hier in New Zealand verwendet man diesen Begriff anstelle des sonst in der englisch-sprachigen Welt üblichen ‚hiking‘.
Ausgesucht haben wir uns einen in der Nähe liegenden Wald genannt Redwood Forest, in dem es ausgeschilderte Strecken unterschiedlicher Länge gibt von 30 Minuten bis 8 Stunden.
Im Visitor-Centre nach einer Karte fragend bekamen wir folgende Antwort ‚… actually we do have maps, but they cost you $ 5,00. The tracks are signed sufficient and clearly. Just go this way and come back from that way…‘ Was soll man da noch sagen? Kundenfreundlich, oder?
Wir wählten die ‚gelbe Route‘ und machten uns auf den Weg. Anfänglich noch gemeinsam mit einer lärmenden Meute, die sich für die 30 Minuten Strecke entschieden hatte, dann aber zunehmend allein. Durch einen wunderschönen Redwood Wald, der später in einen Mischwald überging mit vielen Farnbäumen. Unterwegs gab es immer wieder herrliche Lookouts, von denen man aus ins Tal auf Rorotua und auch das Whakarewarewa-Village schauen konnten, welches wir gestern besucht hatten. Zudem kleine Seen gespeist von dem heißen Wasser und auch blubbernde Schlammlöcher.
Leider gab es auch einen Teil der Strecke, in dem ausgiebige Forstarbeiten anstanden (nicht bei den Redwoods sondern bei den ’normalen‘ Bäumen) und wo die Landschaft etwas gespenstisches von einer ‚Mondlandschaft‘ hatte. Holz ist in NZ sehr preiswert und wird intensiv für den Hausbau und die Verfeuerung (Kaminholz und Pellets) genutzt. Nicht sehr umweltschonend!!!!
Am Ende unseres Rundweges kamen wir noch in eine Ecke des Waldes, der primär durch Mountain-Biker genutzt wird. Dieses Hobby ist sehr weit verbreitet in NZ und man findet überall entsprechend ausgeschilderte Strecken im Wald bzw eigens angelegte Übungs- und Wettbewerbsstrecken mit Sprungschanzen und ausgebauten Kurven etc. Wäre in öffentlichen deutschen Wäldern wohl unmöglich….
Abgesehen von der Mondlandschaft eine wirklich schöne Wanderstrecke, die zu empfehlen ist. Da es wolkig mit gelegentlichem Sonnenschein war und nur 25 Grad war es auch nicht übermäßig schweißtreibend obwohl es an der einen oder anderen Strecke ganz schön steil bergan ging….
Nach einer kulinarischen Pause mit Scones, Cream & Jam, Flat Whites (leckere lokale Kaffee-Spezialität ähnlich dem Cappuccino) und einer ’schrecklich-süßen‘ Afghan Slice (bitte kein Rezepte nachfragen!) sind wir noch etwas ins Hinterland gefahren und haben uns einige sehr schöne und ruhig gelegene Seen angesehen. Landschaftlich wirklich sehr schön und ruhig. Aber zu ruhig für unseren Geschmack….
Entlang der sehr kurvenreichen Straße gab es dann wieder Tausende von blauen und weißen Agapanthus sowie eine Vielzahl von Hortensien….

hallo ihr zwei,
hier bin ich wieder. vielen dank für die schönen blumenbilder und natürlich für die anderen. wir sind immer wieder erstaunt, wie problemlos die infos über so eine weite distanz hin und her gehen. ist schon toll! durch eure ausführlichen tagesberichte und reiche bilderauswahl können wir uns die gegend in der ihr gerade seit sehr gut vorstellen. wenn ihr diese umfangreiche berichterstattung bis zum ende der reise durchhaltet, ist eurer reisetagebuch fertig. super!!
weiterhin viele tolle eindrücke, bis bald alles gute
moma
ps. bei soviel schwefelgeruch (wie verfaulte eier) wären wir auch geflüchtet.
übrigens heute hat es wieder geschneit und es ist so um null grad.