Nach einem guten Frühstück hatten wir es dann nicht mehr sehr weit bis zum Terminal 2 und zum Schalter der Cathay Pacific. Obwohl wir einen detaillierten Online-Check-in gemacht hatten konnten wir keine reine Gepäckaufgabe (wie die meisten anderen Airlines) vornehmen sondern mussten uns in der zwischenzeitlich recht langen Schlange an den Cathay-Pacific-Schaltern anstellen.
Nach 30 Minuten war auch dies geschafft und wir konnten uns den Ausreiseformalitäten und dem Security-Check widmen. Diese beiden Prozesse sind in Frankfurt „gefürchtet“, waren heute aber gar kein Problem. Schnell und effizient ging es durch die Kontrollen und schon waren wir am vorgesehenen Gatebereich. Dem Abflug um 13:45h stand nun nichts mehr im Wege. Boardingzeit war für 13:15h festgesetzt.
Kurz danach bekamen wir die Meldung, dass es einen Gate Change gibt und wir mussten alle in einen benachbarten Gatebereich umziehen. Kaum saßen wir wieder gab es die Meldung, dass sich dass Flugzeug verspäten würde. Neue Informationen sollte es um 13:30h geben…
Um 13:40h hieß es dann, dass wegen „technischer Probleme“ der Abflug verschieben und das Boarding um 14:30h beginnen würde. Die ersten Mitreisenden wurden bereits unruhig… wohl wegen kurzer Anschlussflüge in HongKong. Für uns war dort eine Übergangszeit von 3:30 Stunden vorgesehen… also kein Problem!
Um 15:00h begann dann endlich das Boarding. Mit Bussen hinaus auf das Vorfeld wo die Maschine stand und um 15:30h saßen mehr oder weniger alle Passagiere im Flugzeug. Allerdings machte der Captain dann die Durchsage, dass sich der Abflug noch etwas verzögern würde da zwar das „technische Problem“ gelöst sei, aber noch einige abschliessende Dokumenten-Routinen erledigt werden müßten. Die Klimaanlage könne auch nicht angeschaltet werden da dies ein Teil des Problems gewesen sei und erst die Routinen alle durchgespielt werden müßten.
Um 16:15h – es war zwischenzeitlich sehr heiß geworden (gefühlt über 30 Grad) und vorne sowie hinten war jeweils eine Tür zwecks Verbesserung der Luftzirkulation geöffnet worden – wurden die Motoren gestartet und die Kühlung setzte ein. Allerdings ging es nicht los…
Nach einiger Zeit wurden die Motoren wieder abgeschaltet, die Airport-Busse fuhren vor und der Captain teilte uns mit, dass die „technischen Probleme wieder aufgetreten seien und er aus Sicherheitsgründen den Flug absagen müsse. Wir würden zurück zum Terminal gebracht und Cathay Pacific würde alle Passagiere umbuchen auf andere Maschinen mit dem Ziel heute noch auf anderen Wegen zum Ziel zu gelangen…
Da war dann natürlich „die Hölle los“. Hektik, Diskussionen und Telefonate allenthalben. Im Gatebereich des Terminals hatten die Cathay-Pacific-Mitarbeiter alle Hände voll zu tun um die Anfragen zu beantworten. Recht schnell wurden auch Getränke und Imbisse besorgt und den Passagieren verabreicht…
Zwischenzeitlich hatten wir auch einige anderen Mitreisende unserer Gruppe identifiziert und zudem noch eine zweite Reisegruppe von Japaventura gefunden die auf dem gleichen Flieger nach Fukuoka wollte. Insgesamt ca 20 Reisende. Und es gab viel untereinander zu besprechen… und natürlich haben wir sowohl den Reiseveranstalter in Berlin über eine Notfall-Telefonnummer wie auch unsere Reiseleiter in Japan von unserer Verspätung informiert.
Dann bekamen wir gegen 17:30h gleichzeitig eine SMS auf unsere Mobiltelefone, dass wir umgebucht worden seien auf einen Flug der Lufthansa von Frankfurt nach Schanghai-Pudong um 20:55h vom Terminal 1 mit einem Weiterflug um 18:00h ab Schanghai mit der China Eastern Airline nach Fukuoka wo wir abends am gleichen Tag um 20:50h Ortszeit ankommen würden. Super Leistung von Cathay Pacific! Unser Gepäck – so wurde uns versichert würde automatisch umgeroutet und wir sollten uns keine Sorgen machen…
Nun ging es erst einmal zum Terminal 1, wo wir noch einmal alle Ausreiseprozeduren durchmachen mussten. Allerdings nicht so schnell und effizient wie am Vormittag, sondern in der „gefürchteten“ Art und Weise. Egal, wir schafften es und um kurz nach 21:00h hob die Lufthansa ab in Richtung Schanghai…
Die Maschine war nicht ganz voll gebucht und so konnten wir mit den Stewardessen „einen Deal“ machen und auch auf der Lufthansa unsere Sitze mit Extra Legspace einnehmen (die wir bei Cathay-Pacific gebucht hatten). Super Sache…
Abgesehen von ein paar Turbulenzen über Europa war der Flug recht angenehm und entspannt. Wir konnten einige Stunden schlafen und kamen pünktlich in Schanghai an. Dort erreichte uns allerdings per SMS die Nachricht, dass es unser Gepäck nicht mehr auf die Maschine nach Schanghai geschafft habe und nachgeliefert würde. Diese Information und auch die anstrengende Registrierung als Transitpassagier in China (Fingerabdrücke, Foto, umfangreiche Dokumentation) trugen natürlich dazu bei, dass die Stimmung nun wirklich „im Keller“ war…
Der Kurzstreckenflug von Schanghai nach Fukuoka (1,5 Stunden) war pünktlich und unspektakulär. Auch die Kontrolle am Gepäckband ergab leider kein „Wunder“: das Gepäck war nicht da!
Nun hieß es erst einmal den Status des verlorenen Gepäcks bei der letzten Airline (also China Eastern) anzumelden. Die beiden Airline-Mitarbeiter waren total überfordert als auf einmal 20 Personen vor ihnen standen und ihr Anliegen präsentierten.
Der gesamte Anmeldungsprozess stellte sich als sehr „papierlastig“ heraus und eine Vielzahl von Dokumenten mussten je verlorenem Gepäckstück erstellt werden. Trotz herbeigerufener Verstärkung hat dies ca 2 Stunden gedauert bevor wir zu unserer im Aussenbereich wartenden Reiseleiterin Laura gehen konnten. Es war dann Freitag 27-Sep-2024 fast Mitternacht als wir müde und schlechter Stimmung an unserem Hotel ankamen…
Mal sehen, was der morgige Tag bringen wird…












