Donnerstag, 02-Mar-2023 – Philipsburg Sint Maarten


Wegen der kurzen Entfernung zwischen St.-Kitts und Sint Maarten haben wir das Einlaufen so gar nicht mitbekommen. Beim Aufwachen schauten wir bereits auf die Anlegestelle von Philipsburg…. ausser dem Segler lag kein weiteres Schiff am Pier….

Nun sind wir auf Sint Maarten – wie es auf Niederländisch heißt – oder Saint Martin wie es auf Französisch genannt wird. Diese kleine Karibikinsel war auch ein Spielball der Kolonialmächte Spanien, Frankreich und die Niederlande. Seit 1648 und dem Vertrag von Concordia ist die Insel geteilt zwischen Frankreich (Norden = 60 %) und den Niederlanden (Süden = 40%). Die Hauptstadt des niederländischen Teils heißt Philipsburg – die Hauptstadt des französischen teils heißt Marigot

Eine Grenze gibt es nur als Markierung zwischen den beiden Gebieten. Gesprochen werden Englisch, Französisch, Niederländisch und Kreol. Begehrt und reich geworden ist die Insel durch den Salzhandel. Es gab hier ausgeprägte Salinen und Skalven musste die schwere Arbeit der Salzgewinnung in der großen Hitze verrichten…

Heute handelt sich es um eine Freihandelszone und somit sind Alkohol, Tabak und Schmuckwaren bzw. -steine eine begehrte Handelsware. Zudem müssen Firmen, die hier registriert sind und auf der Insel keine Geschäfte betreiben auch keine Steuern bezahlen… Tax Heaven…auch das Glücksspiel kommt zumindest im niederländischen Teil nicht zu kurz. Dort gibt es 14 Casinos…

Der Eindruck, dass wir allein an der Pier lagen änderte sich nach dem Frühstück und dem Aussteigen… wieder lagen insgesamt vier Kreuzfahrtschiffe an der Pier…

Wir waren recht früh unterwegs: um 08:30h begann bereits unsere Doppeldecker-Bustour… sie sollte uns erst durch den niederländischen und dann den französischen Teil führen. Natürlich war auch ein Besuch am berühmten Maho-Beach vorgesehen sowie ein Besuch in einer Rum-Destillerie (inklusive Verkostung von Rum).

Von Marigot aus ging es zunächst vorbei am renovierten Princessin Juliana Airport zum berühmt-berüchtigten Maho Beach. Dieser Beach liegt direkt an der Start- und Landebahn des Flughafens und wird von Plane Spottern belagert, die die Flugzeuge in vielleicht 10-15 Metern Höhe über sich hinweg fliegen sehen möchten. Auch wir hatten Glück und konnten einige kleine und mittelgroße Maschinen beobachten. Die großen Airbus- und Boeing-Flieger kommen erst ab dem Nachmittag zum Start bzw Landung…

Nach so viel Lärm und Aufregung ging es zu einer Rum-Destillerie (Topper’s) zur Rum-Verkostung… nette Damen warteten bereits auf uns und wir konnten von dutzenden von Rum-Sorten in allen möglichen Farben und Geschmackskombinationen probieren… und natürlich auch kaufen…

Entspannt und gelöst ging es zurück zum Schiffsanleger, wobei wir noch an einem Aussichtspunkt anhielten um im Meer eine internationale Regatta (Heineken-Cup) zu sehen. Drei Tage wird hier in verschiedenen Bootsklassen um den Sieg gefahren…

Heute Abend werden wir Sint Maarten verlassen in Richtung La Romana in der Dominikanischen Republik. Dazu müssen wir 375 Seemeilen oder knapp 700 Kilometer fahren. Wir werden daher morgen einen Seetag haben und am Samstag in der Dom-Rep an Land gehen… Ausschiffen wie man so sagt.

Am Samstag geht es dann per Taxi zum Flughafen von Santo Domingo und abends fliegen wir nach Jamaika in die Hauptstadt Kingston. Dort werden wir eine Nacht übernachten und am Sonntag – wieder mit dem Taxi – nach Montego Bay fahren um uns auf die AIDAluna zu begeben…mit ihr werden wir dann einen weiteren Teil der Karibik kennen lernen und über die Azoren nach Hamburg zurück kehren…

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