Dienstag, 27-Jan-2015 AKL – Aufbruch (???)


Heute hieß es früh aufstehen, Sachen packen und Abmarsch zum AA-Office, dem neuseeländischen ADAC.

Das Büro wurde erst um 09:00h geöffnet (Sonderregelung nach dem Feiertag!) anstelle der sonst üblichen 08:30h. Daher musste ein zusätzliche Pause beim Starbucks Coffee nebenan eingelegt werden.

Punkt neun Uhr wurden die Türen geöffnet und mehrere Kunden drängelten in das Büro. Der freundliche Mensch am Schalter ‚Driving Licences‘ erläuterte uns nach der Schilderung unseres Schicksales: “ Alright, but we do not do translations here at AA. This can only be done by any of the listed 10 ‚official‘ translators on behalf of the NZ Transport Agency!“

Nun hieß es Ruhe bewahren und nach freundlicher Rückfrage bekamen wir den nächst gelegenen Translator genannt (..’just 2 minutes walk away’…).

Die Entfernung stimmte, allerdings bot der Translator einen 3-working-days-service an, da der Deutsch-Übersetzer im fernen Christchurch sitzt. Gegen eine entsprechende Gebühr und vorheriger Rückfrage wäre man zu einem 4-Stunden-Service bereit.

Wir dankten und zogen zum  nächsten Büro (um die Ecke). Dort waren die ‚Opening Hours‘ mittels Handzettel wegen des Feiertages nach hinten verschoben. Unakzeptabel….

Also Mobile Phone heraus und die nächsten abtelefonieren. Der Deutsch-Spezialist meldete sich erst gar nicht. War wohl noch am Feiern….

Dann hatten wir auf einmal eine freundliche Dame (allerdings mit chinesischem Akzent) am Telefon, welche bereitwillig bestätigte ‚… ‚yes‘ we do German translations and ‚yes‘ we offer 1-hour-service…‘

Schnell waren wir im entsprechenden Übersetzungsbüro und dort stellte sich heraus, dass der eigentliche Übersetzer nichts von dem 1-hour-service seiner Kollegin am Telefon wissen wollte. Schliesslich habe man nach den Feiertagen einen gewissen Backlog und er müsse erst noch drei (3) chinesische Führerscheine übersetzen.

Wir einigten uns auf einen 3,5 Stunden Service und nach Bezahlung einer Gebühr von NZD 50.00 (pro ‚Lappen‘ wohlgemerkt – was allerdings gegenüber dem 4-Std-Christchurch-Service ein richtiges ‚Schnäppchen‘ war) einigten wir uns auf 01:00 pm after lunch (important things first…) für die Abholung der Übersetzungen.

So, dies wäre gelöst (hoffentlich)…

Mal sehen was um 01:00 pm so kommt….

Nun noch das Thema unseres Internet-Data-Sticks lösen (was wir Euch erspart haben…) und dann der Autovermietung Bescheid sagen, dass wir ggf um 14:00h unser Auto abholen würden und auch noch aus dem Hotel auschecken.

Ach ja, und da waren noch die Holländer, die von uns Geld haben wollten wegen der ausgefallenen Übernachtungen in Pahia – Bay of Island (und die nicht in der Lage waren unsere deutschen Kreditkarten zu belasten….).

OK…. haben wir alles gemacht, gelöst und plötzlich hatten wir noch etwas Zeit für einen guten Lunch. Salat sollte es sein…. hatten wir echt Bock drauf…

Haben wir auch gefunden in einem Lokal (ist wohl eine Kette) namens ‚Tank‘. Merkwürdiger Name für eine Salat und Smoothie-Bude….

Der Salat wurde vor unseren Augen jeweils in einer großen Metall-Schüssel mit erlesenen Zutaten, Körnern, Gewürzen und Saucen zusammen gemischt. Sah echt toll aus….

Dann jedoch wurde dieser leckere Salat in eine 7 x 7 cm und 12 cm hohe Pappschachtel (genannt ‚Tank‘) gepresst, eine Plastikgabel hineingesteckt und uns zum Essen im Lokal übergeben….

Wieder hieß es Ruhe bewahren und sich einreden, dass das Auge ja gar nicht mit-ißt… zumindest nicht in Auckland – NZ….

Wie gesagt, die Zutaten an sich waren lecker und bestimmt auch gesund, aber ein wahrer Eßgenuß war es nicht. Wir hoffen, dass diese Geschäftsidee es NICHT bis nach Europa machen wird….

2015-01-27 AKL - Tank-Food_1

2015-01-27 AKL - Tank-Food_2

2015-01-27 AKL - Tank-Food_3

Nun, um 12:50h (wir waren etwas ‚hibbelig‘) waren wir dann beim chinesischen Übersetzer und – Wunder – er war wohl schon wieder vom Lunch zurück und auch die Übersetzungen waren schon fertig!!! Yippieh…

4-DinA4-Seiten Übersetzung für jeweils einen kleinen Scheckkarten-großen EU-Führerschein. Wenn das keine tolle Gegenleistung für NZD 50.00 sind….

Zum Abschluss konnten wir den chinesischen Herren noch überzeugen, uns für unsere ‚wertvollen‘ Dokumente noch eine Plastikschutzhülle zu überlassen (gratis wohlgemerkt) und schon waren wir auf dem Weg zum Autoverleiher….

Dort ging alles recht zügig von statten…. Nun zum Hotel, einladen und dann nichts wie raus aus der Stadt in Richtung Süden zur Coromandel-Halbinsel.

Dort sind wir dann nach einer wirklich herrlichen Fahrt entlang der Küste (..so richtig was für Biker…) auch angekommen. Anne war es etwas schlecht wegen der Kurven die Sie linkssitzend an den Klippen ertragen musste…. aber dem Fahrer hat es Freude gemacht…

In Whitianga fanden wir dann ein schönes Motel (welches – aus welchem Grunde auch immer ‚Anchorage‘ heißt) direkt am Beach und nebenan ein gutes Restaurant mit tollem Salat, Pizza, Wein und Bier. Der Sonnenuntergang in der Bucht war klasse….

Ente gut alles gut…. Nun sind wir also unterwegs im Kiwi-Land und freuen uns auf die Dinge, die noch auf uns zukommen werden… Auckland werden wir auf jeden Fall so schnell nicht vergessen….

PS für die Landschaft-Fans: durch lava geformte sehr ‚rollende Landschaft mit vielen kleinen vorgelagerten Inseln. Bewuchs alles mögliche: Kiefern, Araukien und meterhohe Farnbäume….

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