Dienstag, 11-Aug-2020 – Nieblum & Picknick


Irgendwie waren wir heute nicht auf ‚Strand gepolt‘ und daher sind wir mit dem Rad entlang des Flughafens über Goting nach Nieblum geradelt.

In Goting haben wir – auf ausdrücklichen Wunsch einer einzelnen Dame – eine Rast im bekannten ‚Kliff Café‘ gemacht welches zur Mittagszeit gerade seine Pforten öffnete. Mit Glück haben wir noch einen Tisch bekommen und konnten so die angebotenen Kuchenspezialitäten genießen. Hit sind die sog. „Windbeutel“…

Vor dem Café befindet sich das sog. ‚Gotinger Kliff‘ mit einem wunderschönen Sandstrand. Einige Tage später im Friesenmuseum lernten wir, dass hier vor Jahren ein bedeutender Silberschatz gefunden wurde.

In Nieblum angekommen haben wir Halt gemacht an der bekannten St-Johannis-Kirche (wegen ihrer über 1000 Sitzplätze auch ‚Friesen-Dom‘ genannt) aus dem frühen 13. Jahrhundert die durch einen über 32 Meter hohen Turm auffällt.

Neben der wunderschönen Innenausstattung aus dem 15. Jahrhundert sind rund um die Kirche an die 300 sog. ‚redende‘ Grabsteine aufgestellt. Diese Grabsteine erzählen oft mit großem Detail von den hier bestatteten Kapitänen, ihren Reisen und deren Angehörigen. Es machte uns viel Freude immer wieder neue wunderschöne Grabsteine zu finden und zu entziffern…

Anmerkung: während der langen Wintermonate bekamen junge Männer auf Föhr von alt-gedienten Kapitänen eine nahezu kostenlose Ausbildung die sie befähigte ausserhalb der Insel Einkommen zu generieren. Die Kapitäne von Föhr waren bekannt für ihr umfangreiches nautisches Wissen und überall in Europa befragt. Dies erklärt die große Anzahl der hier bestatteten Kapitäne.

Über Alkersum und Wrixum ging es zurück nach Wyk wo wir unsere knapp 25 Kilometerlange Tour beendeten.

Für den Abend waren wir mit Manfred und Eike zum Picknick am Strand verabredet. In deren Wohnmobil ging es zunächst in Richtung Utersum ans Meer. Leider waren hier am Reha-Zentrum alle Stellplätze durch sonnenuntergangshungrige Strandbesucher belegt und Manfred fuhr uns daher zum ‚Haus des Gastes‘ wo wir sowohl einen Stellplatz wie auch einen freien Picknickplatz fanden. Eike hatte leckeren mediterranen Nudelsalat zubereitet und als Nachtisch gab es rote Grütze mit Vanillesoße… lecker…

Während des Essens bemerkten wir in unserer Nähe einen stattlichen Fasanenhahn der ebenfalls seine abendliche Mahlzeit aufpicken wollte. Mit dem Ausruf „jetzt fange ich den Truthahn“ machte sich Moritz auf die Jagd nach dem Fasan… der wiederum war flinker als Moritz und auch mit entsprechender Kenntnis des umliegenden Gebüsches ausgestattet und so hatte Moritz – obwohl er sich mehrfach bemühte – keine Chance, diesen stolzen Vogel zu erwischen. Beide schlossen dann irgendwie Frieden. Moritz ging auf den nahegelegenen Spielplatz und der Fasan wendete sich wieder seiner Abendmahlzeit zu….

 

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