Dienstag, 04-Jul-2017 – Honfleur + Jumièges


Nach dem gestrigen Bummeln in Rouen war uns wieder nach Meer… also machten wir uns auf den Weg nach Honfleur, kleine Hafenstadt gegenüber vom ‚großen‘ Le Havre direkt an der Seine-Mündung.

Um es vorweg zu sagen: was dem Elsässer das Riquewihr ist dem Normannen das Honfleur!

Also schöne Blumendekorationen, viele kleine Geschäfte mit Dingen die man schon immer mal haben wollte und natürlich jede Menge Bars und Restaurants…

Kulinarisch wird alles feil geboten, was der Norden so zu bieten hat: jede Menge Moules Frites, Fischteller, Crepes und auch schon die bretonischen Galette, die wir eigentlich Hunderte Kilometer weiter westlich erwartet haben…

Galettes Bretonnes

Ebenso das Publikum war sehr international. Alles was als Nicht-Franzose im Norden und am Ärmelkanal Urlaub macht kommt mindestens einmal während des Urlaubs hier vorbei… so auch wir! Übrigens bei schönstem Wetter….

Honfleur’s Geschichte geht weit zurück. Römer, Wikinger, Angelsachsen alle sind sie mal die Seine rauf oder runter gefahren und hier vorbeigekommen. Der ‚Alte Hafen‚ stammt aus dem 17. Jahrhundert und außer der ‚Lieutenance‚ genannten Wachstube sind nur einige schöne Kirchen im Ort aus dem Mittelalter erhalten. Allerdings sehr sehenswert ist die spätgotische Holzkirche Sainte-Cathérine die einen daneben stehenden hölzernen Glockenturm hat. Im Mittelalter war Honfleur ein wichtiger Ort für den Überseehandel mit Kanada und Brasilien. Daher der Reichtum des Ortes…

Seit 1995 sind Honfleur und Le Havre mit einer 856 Meter langen und sehr hohen Hängebrücke verbunden. Lohnenswert, diese Brücke mal zu überfahren…

Zurück nach Rouen sind wir entlang des Seine-Tales auf kleinen Landstraßen gefahren. Man ist von vielen Wäldern und Kreidefelsen rechts und links des Flusses umgeben.

Angehalten haben wir dann in Jumièges, der „schönsten Klosterruine Frankreichs die in einem zauberhaften Park liegt…“ Es handelt sich hierbei um die Ruine des mächtigsten Benediktinerklosters der Normandie welches 654 gegründet wurde. Auch dieses Kloster hat eine sehr abwechslungsreiche Geschichte und diente ab dem 17. Jahrhundert nur noch als Steinbruch. Heute stehen noch ca ein Drittel der damaligen Anlage und die 45 Meter hohen Türme sowie die hohen Stützmauern des Hauptschiffes lassen die ehemalige Größe und Bedeutung erahnen…

Ist schon ein interessanten Gefühl, wenn man in den Ruinen der Kirche steht, in der William der Eroberer und seine Männer 1066 den Segen bekam vor der Überfahrt nach Hastings…

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