Unsere erste Teiletappe hieß New Norcia und lag 130 km und ca 1,5 Stunden nördlich von Perth am Great Northern Highway. Es ist der einzige Klosterort in Australien und wurde 1846 von spanischen Benediktiner-Mönchen gegründet. Mitten in der Einöde…
Von hier aus wurden Aborigines missioniert, in westliche Kleidung gesteckt und nach westlich-christlicher Gesinnung erzogen… ein sehr zweifelhaftes Anliegen…
Die Benediktiner entwickelten unter größten Mühen eine gut gehende Landwirtschaft und im Laufe der Zeit entstanden viele prächtige Gebäude, eine Kirche und sogar ein College welches einige Tausend Schüler absolvierten.
Auf dem Weg zu unserem Tagesendziel kamen wir durch den sog Wheatbelt, dem Weizengürtel. Kilometerlang fuhren wir entlang graubrauner abgeernteter Stoppelfelder und passierten viele mit Weizen gefüllte Road Trains die Richtung Süden fuhren. In Moora, dem Zentrum des Wheatbelts machten wir eine Pause um den obligatorischen Kaffee im ‚Pioneer Cafe’ zu genießen, welches auffallend gut besucht war.
In Cervantes angekommen fuhren wir zum Nambung Nationalpark (auch ‚Pinnacles’ genannt) der ca 15 km des Ortes außerhalb liegt. Die Hauptattraktion sind bis zu 3 Meter hohe verwitterte von Sandwüste umgebene Kalksteinfelsen, die auf einer mehrere Quadratkilometer großen Fläche verteilt stehen. Es wurde ein mehrere Kilometer langer Rundweg durch die Felsen angelegt, den man per PKW durchfahren kann… man liebt es hier halt ganz bequem…
Den Abschluß des Tages bildete ein Abstecher zum Lake Thetis in dem es Stromatolithen also versteinerte Stoffwechselprodukte von Bakterien aus der Frühzeit der Erdentwicklung zu bestaunen gab. Nach Auskunft des Informationszentrums von Cervantes gibt es weltweit nur 5 bekannte Orte an/in denen diese Bakterienstämme noch vorkommen.
Übrigens: so schön kann B&B sein…





























