Freitag, 06-Jun-2025 – Nordwesten Madeiras


Von Porto Moniz ging es extrem steil ein Berg hinauf zur ca 6 Kilometer entfernten Levada de Ribeira da Janela. Von einigen Aussichtspunkten hat man ein wunderbare Sicht auf Porto Moniz und Seixal

Die Levada de Ribeira da Janela endet in Lamaceiros und hat eine Länge von 25 Kilometern. Sie entspringt auf der Hochebene zwischen Rabacal und Fanal und ist charakterisiert durch einen sehr ebenen Verlauf und durch die wunderschöne Natur entlang des Wasserlaufes. Überall blühen Agapanthus sowie Hortensien und weitere (uns unbekannte) Pflanzen… zu erwähnen sind auch die Farnbäume die man hier immer wieder einmal findet (nicht nur in Neuseeland!).

Die Levada ist leider auf der ganzen Länge nicht mehr begehbar da einige Tunnel verschüttet sind. Zudem wurden einige Stellen gesperrt und Umwege eingerichtet. Unterwegs kann man auch immer wieder einmal Spuren von Feuern bzw. Waldbränden entdecken. Eine wunderschöne und ganz spannte Wanderung…

Ein weiteres Ziel des Tages war das Forsthaus Rabacal in 1.500 Meter Höhe gelegen. Dies ist ein bekannter Ausgangspunkt für Wanderungen auf der Hochebene. Auf dem Weg dorthin kann man immer wieder an Aussichtspunkten anhalten und die aus dem Tal und von der Küste aufsteigenden Wolken beobachten…

Am Forsthaus angekommen standen wir erst einmal im Stau… jede Menge Fahrzeuge standen rechts und links der Strasse vor dem hoffnungslos überfüllten großen Wanderparkplatz… ein Wahnsinns Ansturm auf die ausgeschilderten Wanderwege… dies hat uns leider nicht zum Verbleiben animiert und so sind wir weitergefahren zum Forsthaus Fanal, welches im weltweit größten zusammenhängenden Lorbeerwald liegt… auf dem Weg dorthin haben wir noch kurz am Risco-Wasserreservoir gestoppt und die Aussicht genossen…

Am Forsthaus Fanal war auch wieder jede Menge los aber nach einer kurzen Suche fanden wir auch noch einen Parkplatz. Auf einer Wiese am Lorbeerwald konnten wir jede Menge junge Mitmenschen sehen, die Fotos und Videos unter den Bäumen machten. Eine irgendwie mystische Szenerie war dies schon… wahrscheinlich ein Hot Spot auf Instagram oder TikTok…

Eine Recherche im Internet erbrachte folgende Information:

„Alte Lorbeerbäume im Fanal

Dieser alte Wald hat den Spitznamen „Feenwald“ bekommen. Der Feenwald liegt im Gebiet Fanal im Nordwesten der Insel und ist Teil des großen Lorbeerwaldgebietes auf Madeira. Im Feenwald stehen Bäume, die schon ein paar Jahrhunderte alt sind. Manche von ihnen sollen schon hier gestanden haben, als Madeira 1419 entdeckt wurde. Kann man sich das vorstellen? Diese alten Gestalten sind mit Flechten behangen und moosbewachsen, es ist kühl und feucht, oft zieht hier Nebel durch.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert