Freitag, 12-Feb-2016 – Golden Rock


Nach einer unruhigen und kurzen Nacht (was dem Hundegeheul und dem Jetlag zuzuschreiben war) ging es früh los durchs morgendliche Treiben von Yangon.

Wegen des heutigen Feiertages (‚Union Day’) waren die Schulen und Büros geschlossen und ergo die Straßen recht leer. Das Tagesziel ‚Golden Rock’ lag mehrere Stunden Fahrt entfernt und deshalb war unser Fahrer froh über den wenigen Verkehr.

Erste Pause machten wir auf einem Kriegsfriedhof aus dem 2. Weltkrieg der zur Erinnerung an die 27.000 gefallenen alliierten Soldaten errichtet worden ist. Dieser Friedhof ist insbesondere bei der Jugend ein beliebter Picknick- und Rendezvousort.

In Bago der größten Stadt am Wege zum ‚Golden Rock’ standen zwei berühmte Pagoden auf dem Programm. Bago ist die viertgrößte Stadt Myanmars und das Zentrum des Mon-Volkes, einer großen ethnischen Gruppe in Myanmar.

Zunächst ging es zum Liegenden Buddha. Dieser im Jahre 994 erbaute Buddhafigur war Jahrhunderte lang verschüttet und vom Urwald überwuchert. Erst beim Bau der Eisenbahnlinie nach Yangon im 19. Jahrhundert wurde er wieder entdeckt ausgegraben und restauriert.

Die zweite besichtigte Pagode wurde 1476 errichtet. In ihr sind vier 30 Meter hohe mit dem Rücken zueinander sitzende Buddhas dargestellt.

Nach dem Lunch kamen wir zur ‚Truck Loading Station’ um von hier aus auf den Berg zum ‚Golden Rock’ gefahren zu werden. Wegen des Feiertages und des langen Wochenendes herrschte ein ziemlicher Betrieb und es war schon interessant anzusehen, wie die Reisenden/Pilger sich um die Sitzplätze auf den LKW’s rangelten. Es dauerte einige Zeit bis wir einen entsprechenden LKW für uns gefunden hatten.

Sodann ging es in rasanter Fahrt den Berg hinauf wobei der Fahrer ganz schön die Kurven schnippelte und dabei die Hupe strapazierte. Da unser LKW leistungsmäßig etwas schwach war wurden wir am Berg sogar von einigen anderen LKW überholt. Wir sind schon gespannt, wie die Rückfahrt aussehen wird!

Auf dem Berg angekommen ging es vorbei an Reihen von Händlern und Geschäften mit ihren touristischen, kulinarischen sowie religiösen Angeboten zu unserem Hotel.

Nach einer Pause machten wir uns am Nachmittag auf dem Weg zum ‚Golden Rock’. Der Andrang war recht groß und immer wieder wurden Sänften mit ‚fußlahmen’ Pilgern durch die Menge getragen.

Auf dem Pagodengelände fand etwas statt, was man mit ‚dem Großen Camping’ beschreiben könnte. Der Besuch des ‚Golden Rock’ sollte jeder Buddihst drei Mal im Leben vornehmen. Zudem gilt die Übernachtung am Felsen und die Teilnahme an den Predigten der Mönche als besonders wünschenswert. Daher der große Andrang…

Der Sonnenuntergang war wirklich sehr schön….

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