Nach Übernahme unseres Leihwagens (siehe unten) haben wir uns von Brisbane aus auf den Weg gemacht in ‚Australia’s Country Way’….
Entlang des Burnett Highways ging es durch das nordwestlich von Brisbane gelegene Weideland und die Heimat der australischen Cowboys…
Hier ist alles wie im ‚Wilden Westen’ der USA… Riesige Weideflächen, wunderschöne Hügellandschaften, jede Menge Hereford-Rinder (manchmal auch Charolais), Rodeo-Ankündigungen entlang der Straße und kleine Orte deren Main Street auch in Texas oder Wyoming liegen könnte. Zudem große Pferdezuchten, Geschäfte mit Cowboy- und Reitbedarf und natürlich die obligatorischen wuchtigen Pickup-Trucks (a la Ford F150) – allerdings nicht aus den USA sondern aus Japan.
Erstes Etappenziel war ein Ort namens Yarraman wo wir einen Kaffee trinken wollten. Von den fünf ausgeschilderten Cafés des Ortes waren vier geschlossen. Nur eines vertrieb einen passablen Kaffee. Ansonsten versprühte der Ort einen Charme, der nicht zum Verweilen einlud. Allerdings hatte man etwas anzupreisen, was in Deutschland Seltenheitswert hat: frei Kindergartenplätze konnte man haben… sofort!
Im nächsten Ziel Gayndah zeigte sich von einer etwas besseren Seite. Einige Gebäude aus dem vorherigen Jahrhundert entlang der Hauptstrasse luden zu einem kurzen Spaziergang ein. Anhand eines Denkmals lernten wir dass in Gayndah im Jahre 1868 das erste australische Derby (Pferderennen) stattfand. Die Stadt ist heute ein Zentrum für Zitrusfrüchte, Rinder und Viehzucht… Allerdings hatte das Zitrusfrucht-Informationszentrum auch geschlossen…
Nach 8 Stunden Fahrt und 600 km kamen wir in unserem Tagesziel Biloela an. Der Ort liegt an der Kreuzung zweier Highways und mehr ist zu ihm auch nicht zu sagen. Entlang der sich kreuzenden Straßen gibt es eine Handvoll Motels, einen Supermarkt, Tankstellen und Reparaturbetriebe… Frühe Nachtruhe inklusive…
Unser Vehikel:
Wir haben heute wieder einen Mitsubishi Pajero 3,2L Diesel bekommen mit nur 15.000 km auf dem Tacho. Also recht neuwertig aber diesmal in einer „Prolli“-Ausstattung…
Will heißen: gold-metallic-farben, Aluminium Trittbretter, Voll-Leder Ausstattung, vermeintliches Echtholz-Lenkrad und polierte Alu-Pedale für Gas und Bremse. Es fehlten leider der Fuchsschwanz und die Goldkette nebst Ray-Ban für den Driver…
Mit der Kiste fällt man hier auf dem Lande gar nicht auf… no worries…
Heute Abend ging schon einmal die Alarmanlage los (ja, so etwas hat die Kiste auch…) Vielleicht haben sich ja nur einige Kinder mal den goldenen Dampfer ansehen wollen…
Foto folgt… ich muss die Kiste erst mal etwas dreckig fahren… sonst bekomme ich eine zu große Unterbelichtung bei der Fotografie…
Nachtrag:
Mit dem Pajero ging alles gut…. tolles komfortables Auto…
Allerdings bekamen wir auf dem Weg zurück vom Barrier Reef nach Brisbane von Trucks im Gegenverkehr dreimal hintereinander massiven Steinschlag auf die Frontscheibe. Gott-sei-Dank kein kompletter Bruch allerdings sich weiter entwickelnde Risse. Das Ende vom Lied war eine Schadenselbstbeteiligung von ca 100 Euro fällig…
Nun ja, wenn dies alles war für die insgesamt in Australien gefahrenen 10.500 km, dann haben wir Glück gehabt….








