Ein früher Start war notwendig um mit dem Schnellboot von Hongkong nach Macao zu fahren. Allerdings hatten wir die Effizienz des morgendlichen Berufsverkehrs in HKG unterschätzt. Bereits nach wenigen Minuten waren wir – zwar etwas ‚eingepresst‘ aber immerhin wohl behalten – am Fährterminal angekommen.
Anstatt 45 Minuten auf unsere gebuchte Fähre warten zu müssen wurden wir ins nächste abgehende Boot abgefertigt und schon ging es mit 60 Kmh über das Pearl-River-Delta ins 60 Kilometer entfernte Macao. Unterwegs bekam man einen Eindruck, warum das Pearl-River-Delta als eines der weltweit am meisten befahrenen Wasserstrassen gilt. Obendrein konnten wir die gewaltige Konstruktion der HKG-Macao-Brücke bestaunen, auf der intensiver Bus- und LKW-Verkehr herrschte.
Mittels öffentlichem Bus ging es dann zunächst ins historische Zentrum von Macao. Anzumerken ist, dass es aufgrund der mangelnden englischen Sprachkenntnisse der Bewohner und der fehlenden englischsprachigen Hinweistafeln schon etwas mühsam war den richtigen Bus zu finden (Linie 3!). Generell ist zu sagen, dass die Beschilderung hier überwiegend in Chinesisch und Portugiesisch erfolgt (wofür wir leider keinen Dolmetscher unter uns haben).
Vom Gouverneurs-Gebäude über den Senado-Platz und vorbei an der Dominikaner-Kirche sowie den Ruinen der St.-Paul’s-Kathedrale ging es hinauf zur Macao-Festung. Wegen der recht frühen Stunde war der Andrang in den kleinen Gassen noch erträglich. Unterwegs wurden uns verschiedene ‚Köstlichkeiten‘ Macao’s angeboten von denen aber nur einige die Blickkontrolle und anschliessend den Gaumentest bestanden. Zu erwähnen ist das ‚Beef Jerky‚ also luftgetrocknetes Fleisch welches in verschiedensten Geschmacksrichtungen (z.B. süß) angeboten wurde (und von den chinesischen Touristen wohl gern gekauft wird).
Zwischenzeitlich hatte sich der sehr dichte Morgennebel gelichtet und die Sonne brannte ganz schön intensiv auf uns herunter. Wir beschlossen, uns im Sofitel-Casino (Ponte 16) mal nach Kaffee & Kuchen umzusehen. Wir wurden fündig und unsere Wahl fiel auf einen Strawberry Cheese Cake dessen Fruchtspitzen mit Blattgold veredelt waren. Kuchen & Kaffee waren sehr lecker…
Nun ging es – wieder mit öffentlichem Bus – auf die Nachbarinsel von Macao (Taipa genannt) auf der die riesige neue Casino-Landschaft angesiedelt worden ist. Die Busfahrt über die Meeresbrücke zwischen den beiden Inseln und vorbei am hypermodernen Flughafen endete – dank freundlicher Unterstützung einen mitfahrenden Engländers – nach 45 Minuten am Casino Venetia (unserem angepeilten Ziel). Wir hatten uns dieses Casino aus der großen Anzahl der Casinos herausgesucht, da es – laut Beschreibung – eine Kopie des legendären Las Vegas Vorbildes sein sollte.
Dahin gehend wurden wir nicht enttäuscht. Anzumerken ist jedoch dass die Anzahl der spielenden Gäste und sonstigen Besucher hier in Macao bedeutend größer ist als in den USA…
Nach knapp 2 Stunden Besichtigung haben wir dann den hauseigenen Busshuttle des Casinos zum Fährableger genutzt und sind wiederum ohne Wartezeit in Richtung Hongkong abgefertigt worden.
Den Abend haben wir dann noch im bekannten Lan Kwai Fong Viertel von Hongkong (D’Aguilar Street) bei einem leckeren Thai-Essen sowie einigen ‚Tiger‘-Bierchen beendet…



































